Arbeitsgemeinschaft Wildformen

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Veränderte Individuen prägen schon lange unseren Alltag in der Vogelzucht. Durch die gezielte Weiterzucht der vom Menschen genormten Vögel zur Erfüllung gewisser Standards für das Ausstellungswesen und durch die Kreierung immer neuer Farbschläge haben sich einige solcher Vögel bereits soweit von ihrem eigentlichen Wildtyp entfernt, dass sie von Kritikern schon nicht mehr als Angehöriger der eigenen Art sondern als deren Zuchtform angesehen werden. Die Krönung der Experimentierfreude einiger Züchter gipfelt dann in der bewussten Zucht von Hybriden zur Schaffung immer neuer Farbschläge; reinerbig wildfarbene Individuen vieler Arten werden dadurch zu immer größeren Raritäten in Menschenobhut.

Betrachtet man die kaum noch überschaubare Anzahl von farblich veränderten Vogelarten in unseren Volieren, die nicht mehr dem phänotypischen Aussehen ihrer jeweiligen Wildformen entsprechen, kommt man zu einem erschreckenden Ergebnis:

Die Wildform vieler Vogelarten in reinerbiger Form verzeichnet einen drastischen Rückgang.

Bis vor wenigen Jahren mangelte es an der Bereitschaft, bestimmte Vogelarten artenrein zu erhalten und zu vermehren, weil Importe viel billiger waren. Seit den neuen Einfuhrsperren aus Asien und Afrika besteht nun eine Notwendigkeit, mit dem vorhandenen Tierbestand in unseren Zuchtanlagen und Volieren sinnvoll umzugehen und ihn durch gezielte Vermehrung zu erhalten. Dabei ist Sorgfalt und Entschlossenheit gefragt, um reine Bestände der Wildformen als Phänotyp und Genotyp zu sichern, bevor auch seltenere Arten mit veränderten Genotypen vermischt und unkontrolliert verbreitet werden.

Diese Ausgangssituation hat am 7. März 2010 zur Gründung einer „Arbeitsgemeinschaft Wildformen“ geführt. Ziel dieser Gemeinschaft ist es von einer Vielzahl der in Menschenobhut befindlichen Vogelarten eine gesunde Population reinerbiger Individuen zu erfassen und diese durch eine genaue Zuchtbuchführung weitestgehend verwandtschaftsfern zu vermehren, um die genetische Variabilität der verbleibenden Exemplare über einen längeren Zeitraum in einer Maximalgröße zu gewährleisten.

Das vordergründige Ziel der Initiative ist der Erhalt von Arten in ihrem der Wildform entsprechenden phänotypischen Aussehen. Ein weiters Ziel ist ferner mit Öffentlichkeitsarbeit und Aufklärung das Interesse für die Problematik zu wecken und für die Erhaltungszucht von Vögeln als Wildform zu werben.


Als erste Aktivität der neu gegründeten Arbeitsgemeinschaft sollen gleichgesinnte Gruppierungen, Vereine, Halter und Züchter gefunden und zur Mitarbeit gewonnen werden. Durch eine immer größer werdende „Arbeitsgemeinschaft Wildformen“ kann in der weiteren Folge auch der Austausch für blutsfremde Zusammenstellungen von Paaren effektiver gestaltet und Kapazitäten für die Haltung reinerbiger Vögel geschaffen werden. Bestenfalls erkennen auch Halter von farblich veränderten Vögeln unseren Handlungszwang und nutzen die Unterkünfte ihrer bisherigen Vögel künftig für die Unterbringung von Individuen, die in ihrem Phänotyp der Wildform entsprechen. Aufgerufen zu einer derartigen Mitarbeit sind alle Halter und Züchter von Papageienvögeln, Prachtfinken, Wasservögeln, Tauben, Hühnervögeln, einheimischen Vögeln und auch von Cardueliden.

Die neu gegründete AG wird verbandsunabhängig arbeiten, d.h. sie steht somit allen Züchtern von artenreinen und mutationsfreien Vogelarten offen. Mitmachen kann jeder Züchter, der die Ziele der Arbeitsgemeinschaft unterstützt.

Sprecher der AG-Wildformen

Hans-Joachim Rüblinger
Fuhrstraße 5
61191 Rosbach
e-mail: hj.rueblinger@t-online.de
Telefon: 06003-6274 Mobil: 0171-7930115