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Aktuelles der Arbeitsgemeinschaft Wildformen
21.07.2017 12:43:54

11.06.2016 07:04:49
Neue Zuchtprogramme und Arbeitsgruppen der GAV

Zur Zeit werden in der GAV insgesamt weit über 1000 verschiedene Vogelarten, bzw. - unterarten gehalten !!!


2.Jahrestagung der GAV vom 14.-16.Okt. 2016 in Bonn.
Info auf www.GAV-Deutschland.de


---> Das neue GAV-Journal 1-2016 ist erschienen !
Inhalte: Stieglitz, Waldrapp, Graupapagei, Reisamadine
Zu lesen auf der Homepage www.GAV-Deutschland.de

GAV-Journal 2-2015
Inhalte: Zweifarbstar, Feldhühner, Vogelhaltung, Erdbeerköpfchen, Rotschnabelsittich, Haltung exotischer Tiere, Nias-Beo, Silberohr-Sonnenvogel

GAV-Journal 1-2015
Inhalte: Mohrenkopfpapageien, Karolinen-Fruchttaube, Gelbbauchastrilde, Chinasittiche, Drohnenbrut, Haltung von natürlichen Formen, Kurische Nehrung, Elsterchen

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In der "Gesellschaft für Arterhaltende Vogelzucht e.V." (GAV) haben sich bereits kurze Zeit nach der Gründung zahlreiche
Erhaltungszuchtprogramme und Arbeits-bzw. Fokusgruppen gebildet.

Erhaltungszuchtprogramme:

Vasapapageien (Coracopsis)
Unzertrennliche (Agapornis) EPPAS
Chinasittich (Psittacula derbiana) Koop. EAZA + GAV
Sonnenvogel (Leiothrix lutea)
Starweber (Dinemellia dinemelli) Koop. EAZA + GAV
Kaktussittich (Eupsittula cactorum)
Schwalbensittiche (Lathamus discolor) Koop. EAZA + GAV

Arbeitsgruppen:

Prachtfinken (Estrildidae)
Hühnervögel (Galliformes)

Fokusgruppen:

Streifenastrilde (Pytilia)
Singsittiche & Blutbauchsittiche (Psephotus & Northiella)
Sperlingspapageien (Forpus)
Timalien (Timaliidae)
Amazonen (Amazona)
Wellensittiche (Melopsittacus undulatus)
Blauastrilde (Uraeginthus & Granatina)
Grasfinken (Poephila)
Webervögel & Witwen (Ploceidae & Viduidae)
Nektarfressende Papageien
Bergastrilde (Cryptospiza)
Prachtsittiche (Polytelis)
Kuckucke, einschl. Turakos & Lärmvögel
Feldhühner (Perdicinae)
Silberschnäbelchen & Malabarfasänchen (Euocide)
Elsterchen (Spermestes & Lepidopygia)
Gouldamadine (Erythrura gouldiae)
Gemalte Amadine (Emblema)
Dornamadine (Neochmia temporalis)
Tüpfelastrild & Goldbrüstchen (Amandava)
neu Azteken-, Elfenbein-, St.Thomas-, Goldstirn-, Braunwangensittiche (Eupsittula)
neu Nymphensittich (Nymphicus hollandicus)
neu Feldhühner (Perdicinae)
neu Katharinasittich (Bolborhynchus lineola)
neu Astrilde (Estrilda)
neuGelbbauchastrilde (Estrilda quartiana)


Die Namen und Kontakdaten der Koordinatoren finden Sie auf der Webseite www.GAV-Deutschland.de .

Alle Interessenten werden gebeten sich mit den Koordinatoren in Verbindung zu setzen.


Erstellt durch: Hans-Joachim Rüblinger

07.03.2016 15:48:48
Neues Projekt Sonnenamadine aufgestellt

Die Sonnenamadine aus Australien ist als neue Prachtfinkenart als Projekt aufgenommen worden. Der massive Rückgang der Bestände macht eine ZUsammenarbeit aller Züchter dieser interessanten und nicht immer leicht zu züchtenden Vögel dringend notwendig.


Erstellt durch: Wieland Steinert

14.12.2015 00:07:37
Erste Informationen zur GAV

Am 14.06.2014 wurde auf dem Papageienhof Dreiländereck in Beverungen-Herstelle die "Gesellschaft für Artehaltende Vogelzucht (GAV) gegründet. Zu dieser Gründungsversammlung waren 49 Personen gekommen.
Die vorbereitete Satzung wurde von allen Anwesenden angenommen; ein Programm für die bevorstehende Arbeit innerhalb der GAV wurde erarbeitet und auch von den Anwesenden beschlossen. Das neu gewählte Präsidium der GAV setzt sich wie folgt zusammen:

Präsident: Manfred Kästner
1. Vizepräsident: Hans-Joachim Rüblinger
2. Vizepräsident: Sascha Fischer
Koordinator für Arbeitsgruppen: Peter Kaufmann (kommissarisch)
Koordinator für Erhaltungszuchtprojekte: Jörg Asmus
Mitgliederwesen/Ringestelle: Ramona Heuckendorf


Ab sofort ist die neue GAV-Internetseite unter www.GAV-Deutschland.de im Netz zu erreichen !!!

Ebenso gibt es zwei unterschiedliche (geschlossene) Facebook-Gruppen "GAV-Mitglieder" und "GAV-Interessenten"


Da dem ehemaligen Präsidium der VZE keine Gegendarstellung in der VZE-Vogelwelt ermöglicht wurde, hier der Hinweis auf die entspr. Internetseite www.leiothrix-lutea.de


Erstellt durch: Hans-Joachim Rüblinger

17.06.2014 10:20:24
Gründung der "Gesellschaft für Arterhaltende Vogelzucht"

Gestern, am 14.Juni 2014 wurde in einer sehr harmonisch verlaufenden Gründungsversammlung die "Gesellschaft für Arterhaltende Vogelzucht" (GAV) in Beverungen-Herstelle gegründet.




Erstellt durch: Hans-Joachim Rüblinger

20.04.2014 10:29:28
Gründung "Gesellschaft für Artehaltende Vogelzucht"

Sehr geehrte Damen und Herren,

spätestens im Juni 2014 findet die Gründungsveranstaltung der "Gesellschaft für Arterhaltende Vogelzucht" (GAV) statt. Vielleicht taucht bei Ihnen schon jetzt die Frage auf, warum es in Deutschland nun noch eine weitere Vogelzüchtervereinigung geben muss, ist die Masse der Vogelzüchter doch bereits in den großen Verbänden dieses Landes organisiert. Dann gibt es auch noch die kleineren Vereinigungen, die sich mit speziellen Vogelgruppen beschäftigen, wie beispielsweise die "Estrilda", die an Prachtfinken interessierte Menschen vereint. Oder es gibt Zusammenschlüsse, die durch ihre Arbeit hierzulande Artenschutzprojekte in den Heimatländern einiger Vogelarten unterstützen, wie beispielsweise der "Fonds für bedrohte Papageien", der der "Zoologischen Gesellschaft für Arten- und Populationsschutz" (ZGAP) angeschlossen ist. Die "Gesellschaft für Tropenornithologie" (GTO) vereint tropenornithologisch Interessierte mit wissenschaftlich arbeitenden Menschen dieser Richtung und fördert ebenfalls Freilandprojekte. Der "Bundesverband für fachgerechten Natur-, Tier- und Artenschutz" (BNA) steht mit der Politik in Verbindung, um dort die Interessen auch von uns Vogelhaltern- und züchtern wirksam zu vertreten. Und es gibt noch weitere kleinere Vereine, die oftmals in großen Städten Stammtische bilden, wo die Züchter ihre Erfahrungen auszutauschen und in diesem kleineren Kreis verantwortungsvolle Vogelzucht betreiben. Warum also einen zusätzlichen Verein wie die GAV?

Innerhalb der Bundesrepublik Deutschland existiert immer noch kein Zusammenschluss von Menschen, die hierzulande im größeren Stil etwas für den Artenschutz bewirken möchten. So können interessierte Bürger dieses Landes oftmals nur zoologische Einrichtungen besuchen, wenn sie Vögel in deren natürlicher Färbung und ohne Veränderung von deren Gestalt bestaunen möchten. Zoos und Vogelparks sind auch die einzigen Institutionen, die sich mit wissenschaftlich geführten Projekten, den sogenannten EEPs, um den Erhalt bedrohter Tierarten kümmern. Hierzu wurde in deren Kreisen ein Netzwerk (EAZA) geschaffen, in dem innerhalb Europas fast alle Zootierbestände bedrohter Arten koordiniert gezüchtet werden, um einzelne Arten vor dem Aussterben zu bewahren. Leider sind aber die Platzkapazitäten solcher Einrichtungen in der Regel sehr begrenzt, so dass die Möglichkeiten in dieser Hinsicht auch stark eingeschränkt sind.

Die "Gesellschaft für Arterhaltende Vogelzucht" möchte nun eine Lücke in der Vogelzüchterszene Deutschlands schließen. Verantwortungsvolle Züchter von artenreinen wildfarbenen Vögeln haben sich in der Vergangenheit zusammengeschlossen, um hierzulande sowie auf europäischer Ebene auch die nicht so seltenen Vogelarten vor dem Aussterben zu bewahren. Dies hat mehrere Gründe.
Zahlreiche Vogelarten sind durch züchterische Aktivitäten in den letzten Jahrzehnten zu einem bunten Mischmasch degradiert worden. Beispielgebend dafür ist der Halsbandsittich, ein sonst vornehmlich grüner Vogel, von dem bereits über 100 verschiedene Farben bzw. Farbkombinationen erzüchtet worden sind. Augenscheinlich wildfarbene Halsbandsittiche verbergen diese Mutationen häufig und tragen diese vor den Augen des Menschen verborgen in ihren Erbanlagen. Ein weiteres Problem in der Vogelhaltung ist die immer weiter voranschreitende Schaffung neuer Standards. So hat sich die Gesamtlänge des in Australien beheimateten 18 cm großen Wellensittichs bei Schauvögeln dieser Spezies bereis um 6 cm vergrößert; dem Standard entsprechende Schauwellensittiche können, wenn überhaupt, nur kurze Strecken fliegend zurücklegen und die Lebenserwartung dieser Vögel ist deutlich geringer als die der kleinen Hansi-Bubi-Vögel, wie die meisten die Wellensittiche von der Heimvogelhaltung her kennen. Es gibt aber zum Beispiel auch Kanarienvögel, deren Wirbelsäule gebogen wie eine Eins ist; diese sogenannten Positurkanarien werden von den Gegnern der Vogelzucht nicht ganz grundlos als Qualzuchten bezeichnet. Immer wieder werden aber auch unterschiedliche nahe verwandte Vogelarten miteinander gekreuzt, um beispielsweise Farbmutationen von der einen auf die andere Art zu übertragen. Dadurch wird nicht nur die Farbpalette der Mutationsformen stets und ständig erweitert, nein, es werden auch Hybriden erzeugt, die bei manchen Arten nur schwer als solche zu identifizieren sind. Vornehmlich mit den prämierten Bewertungsvögeln (Standardvögel) und mit neuen Farbschlägen ergibt sich mit etwas Geschick ein einträgliches Geschäft für den Züchter. Alle diese Handlungen haben zur Folge, dass sich von vielen Arten kaum noch artenreine und mutationsfreie Individuen in Züchterhand befinden.

Die "Gesellschaft für Arterhaltende Vogelzucht" möchte diesem Handeln nun entgegenwirken. In gezielten Zuchtprojekten für ausgewählte Vogelarten sollen artenreine mutationsfreie Vögel vereint werden. Die jeweiligen Besitzer dieser Vögel bleiben stets Eigentümer ihrer Lieblinge; es steht bei Bedarf aber ein großer genetischer Pool zur Verfügung, aus dem sich eventuell notwendige Neuverpaarungen ergeben können. Durch eine koordinierte Vermehrung dieser Vögel gelingt es die genetische Variabilität einzelner Vogelarten so groß wie möglich zu halten. Bei einzelnen Projekten besteht bereits eine enge Zusammenarbeit mit zoologischen Einrichtungen in ganz Europa, die ihre Bestände auch in diese privatgeführten Projekte gemeldet und somit integriert haben. In Einzelfällen besteht auch ein enger Kontakt zu Freilandbiologen, die die Initiatoren dieser Zuchtprojekte mit der Situation gewisser Vogelart im Freiland vertraut machen.

Nicht immer müssen es komplizierte Erhaltungszuchtprojekte sein, um einzelne Vogelarten in ihrer natürlichen Form zu erhalten. So wird es künftig auch innerhalb der "Gesellschaft für Arterhaltende Vogelzucht" Fachgremien geben, die sich mit ihrer Arbeit verschiedenen Vogelgruppen widmen. Die immer seltener werdenden Prachtfinken oder auch die große Gruppe der Weichfresser wird von erfahrenen Züchtern innerhalb der GAV betreut. Natürlich erfolgt die Arbeit in diesen Fachgremien nach dem gleichen Grundprinzip wie die in den Erhaltungszuchtprojekten, nur ist diese nicht immer auf einzelne Arten beschränkt. Selbstverständlich sind in der GAV auch die Züchter erwünscht, die ihre Vögel rein aus der Liebe zum Tier halten und sich an den Jungvögeln ihrer Pfleglinge erfreuen! Niemand muss Angst haben, dass er sich mit seinen Vögeln einem Erhaltungszuchtprojet oder einem Fachgremium anschließen muss.

Innerhalb der "Gesellschaft für Arterhaltende Vogelzucht" wird keinerlei Förderung von Bewertungsvögeln, Mutanten oder Hybriden stattfinden. Es ist aber kein Hindernis an einer Mitgliedschaft in der GAV, wenn beispielsweise ein Mitglied neben seinen artenreinen und wildfarbenen Vögeln auch einen Schwarm bunter Wellensittiche besitzt. Solange sich dieser Züchter mit den Zielen der "Gesellschaft für Arterhaltende Vogelzucht" identifiziert und seine übrige Zuchtrichtung entsprechend den Idealen der GAV ausrichtet, besteht für jeden die Möglichkeit einer Mitgliedschaft in dieser neuen Vereinigung.

Für die Zukunft ist geplant eine enge Kooperation mit dem BNA, der Estrilda, der EXOTIS, der GTO und der ZGAP (Fonds für bedrohte Papageien) oder ähnlich ausgerichteten Vereinigungen entstehen zu lassen. Es soll die Zusammenarbeit mit zoologischen Einrichtungen vorangetrieben werden und der Kontakt zu Freilandbiologen weiter ausgebaut werden. Die GAV will aufklären und bei Vogelausstellung anschaulich demonstrieren, dass zum Beispiel der freilebende Wellensittich nicht blau oder gelb gefärbt ist. Bei Fachtagungen können die Mitglieder der GAV sich bei Bedarf schulen lassen und somit ihre Sachkunde erweitern. Die Einführung von einem freiwilligen Sachkundenachweis ist ebenfalls im Gespräch und viele andere Dinge, die allerdings noch einige Überlegungen erfordern.

Die offizielle Gründungsveranstaltung der "Gesellschaft für Arterhaltende Vogelzucht" wird spätestens im Juni 2014 stattfinden; erst danach ist es möglich dieser jungen Vereinigung beizutreten. Eine Ringversorgung der Mitglieder über die Firma Herr wird zu diesem Zeitpunkt bereits möglich sein.

Ich möchte Sie nun einladen, die GAV auf diesem neuen Weg in der Vogelzucht zu begleiten und Mitglied zu werden. Sollte ich Ihr Interesse dafür geweckt haben, würde ich mich freuen wieder von Ihnen zu lesen oder zu hören.

Mit freundlichen Grüßen
Jörg Asmus

Mail: vasaparrot@hotmail.com
Tel.: +49-3843 687 645


Erstellt durch: Hans-Joachim Rüblinger

19.04.2014 15:53:34


Erstellt durch:

15.04.2014 00:10:25
VZE Jahreshauptversammlung am 6.4.2014 in Bad Kösen

Obwohl ich nicht neutral bin (ich stehe auf der Seite der Erhaltungszüchter), möchte ich einmal den Versuch wagen, die Vorgänge auf der VZE-Mitgliederversammlung am 6.4.2014 in Bad Kösen einigermaßen objektiv darzustellen, um für Außenstehende eine bessere Information zu ermöglichen.

Die Versammlung war mit über 200 Anwesenden, darunter ca. 190 stimmberechtigte Mitglieder, wohl gegenüber den Vorjahren deutlich besser besucht, was die Bedeutung dieser Versammlung unterstreicht. Man konnte davon ausgehen, dass viele der Anwesenden genau wussten, dass „es um die Wurst geht“.

Schon bei der Person des Versammlungsleiters schieden sich die Geister, d.h. der Vorschlag des „alten“ Präsidiums wurde von einer kleinen Gruppe von Personen ziemlich aggressiv abgelehnt. Diese Aggressionen waren über den gesamten Verlauf der Versammlung deutlich spürbar und verstärkten sich von Stunde zu Stunde.

Im Rechenschaftsbericht des Präsidenten Dr. Günther kam bereits deutlich zum Ausdruck, in welche Richtung sich die VZE nach Auffassung des bestehenden Präsidiums entwickeln sollte: weg von der Schauzucht – hin zur Arterhaltungszucht. Diese „Notwendigkeit“ wurde inhaltlich ausführlich erläutert und mit statistischem Zahlenmaterial bzgl. der Aussteller- und Besucherzahlen, sowie der Finanzsituation, untermauert. Um diesen Weg für die VZE zu ermöglichen, hatte der Präsident einen entsprechenden Antrag auf Abschaffung des Schau- und Bewertungswesens gestellt, über den aber natürlich erst später abgestimmt wurde.

Als dieser Rechenschaftsbericht zur Diskussion gestellt wurde, gab es eine ganze Reihe von Redebeiträgen, überwiegend mit harten und z.T. persönlich sehr verletzenden Vorwürfen gegenüber dem bestehenden Vorstand. Da sich so gut wie alle Anschuldigungen als haltlos erwiesen, wurde das „alte“ Präsidium durch die Mitgliederversammlung entlastet.
Diese Phase der Versammlung zeigte – zumindest mir – wie tief die VZE innerlich zerrissen ist und wie unüberbrückbar die Gegensätze offensichtlich waren. Ich hatte das nicht erwartet ! Mir erschien es so, als ob nun „die schmutzige Wäsche von vielen Jahren gewaschen wurde“. Für beide Lager schien es nur ein entweder/oder zu geben. Das zeigte sich auch bei den nun folgenden Abstimmungen über die vorliegenden Anträge. Ein kleine Gruppe von Anwesenden versuchte dabei immer wieder mit großer Penetranz einzelne Anträge formal abzulehnen und so die Abstimmungen zu stören. Dabei wurde oft blockweise abgestimmt und es tauchte später die (bisher noch unbewiesene) Vermutung auf, dass es massive Beeinflussungen auf das Abstimmungsverhalten gegeben hat.
Der inhaltlich wichtigste Antrag von Dr. Günther auf Abschaffung des Schauwesens wurde von der Mitgliederversammlung abgelehnt. Bei den anderen Anträgen gab es Zustimmungen und Ablehnungen.

Bei den sich nun anschließenden Neuwahlen des Präsidiums kam es zu tumultartigen Szenen. Viele Personen verließen den Saal, es wurde fast verzweifelt nach Kandidaten gesucht, die meisten Vorschläge wurden von den Benannten abgelehnt, aus dem alten Präsidium stellte sich niemand mehr zur Verfügung. So kam es zur grotesken Situation, dass der anfänglich abgelehnte Versammlungsleiter mit großer Mehrheit zum Präsidenten gewählt wurde, dieser aber nun alleine, d.h. ohne weitere Präsidiumsmitglieder dastand. Er hat seiner Wut und Enttäuschung auch entsprechend Ausdruck verliehen.

Das bedeutet, dass die VZE nun führungslos dasteht ! Für mich eigentlich unvorstellbar: ein Jahrzehnte alter traditionsreicher Verband mit z.Zt. 3800 Mitgliedern hat sich in nur einer einzigen Versammlung total „zerlegt“ ! Ich war entsetzt darüber, wie würdelos mit langjährig verdienten Präsidiumsmitgliedern umgegangen wurde. Eine angemessene Würdigung der Leistungen dieser Personen war in der aufgeheizten Atmosphäre unmöglich !



Vor diesem Hintergrund ist aus der Erhaltungszüchter-Gruppe heraus die Idee entstanden, mit der Gründung einer neuen Vereinigung zu versuchen, die ARTERHALTENDE VOGELZUCHT unbeeinflusst von der Schau- und Bewertungszucht weiter zu entwickeln und eine neue Sichtweise in der Vogelhaltung und –zucht zu finden.
D.h. die bestehenden aber auch neue Erhaltungszuchtprogramme sollen weitergeführt und ausgebaut werden. Es gilt nun für diese Idee aus allen Vereinen und Gruppierungen neue Mitglieder zu gewinnen und zu bündeln, für die der Artenschutzgedanke schon immer die eigentliche Motivation für das Züchten von Vögeln war.


NEU !!! Der zukünftige Verein heißt "Gesellschaft für Arterhaltende Vogelzucht" - GAV
Ort und Datum der Gründungsversammlung werden noch bekannt gegeben.

Interessenten melden sich bitte bei mir (Email: hj.rueblinger@t-online.de)

oder direkt bei Herrn Jörg Asmus

Telefon: +49-3843-687645
Email: vasaparrot@hotmail.com




Erstellt durch: Hans-Joachim Rüblinger

15.05.2012 13:25:31
Ankündigung :

Die 2. Artenschutz-Tagung der "Vereinigung für Zucht und Erhaltung einheimischer und fremdländischer Vögel" (VZE) findet vom 12. bis zum 14.Oktober 2012 in Leipzig statt.

Näheres unter folgender Internet-Adresse (bitte kopieren + einfügen):

www.vze-tagung.de


In der VZE werden schon seit vielen Jahren Arterhaltungsprogramme für bedrohte Volieren-Vogelarten durchgeführt und betreut. Im letzten Jahr hatte die VZE eine vielbeachtete 1. Artenschutz-Tagung mit internationaler Beteiligung in Berlin durchgeführt. Eine kurze Zusammenfassung können Sie unter >Aktuelles< auf unserer Website lesen.

Wir empfehlen allen, die am Erhalt artenreiner Volierenvögel interessiert sind, die Tagung zu besuchen !


Erstellt durch: HJ.Rüblinger

23.11.2011 18:12:01
Besuch bei der ORNITHEA 2011


Am 01.11.2011 habe ich in Köln - Porz die ORNITHEA besucht. Es handelt sich bei dieser Vogelausstellung um eine Veranstaltung der „Extraklasse“. In naturnahen Volieren und Käfigen werden zahlreiche Vogelarten gezeigt, darunter auch Raritäten die so sonst kaum zu bewundern sind.

Die ausrichtenden Vogelfreunde aus Köln – Porz legen großen Wert darauf, dass im Rahmen dieser Ausstellung nur Vögel in ihren ursprünglichen Farben und Formen zu sehen sind. Mutationen waren (mit Ausnahme der Wellensittiche) keine vertreten. Begeistert hat die Ausstellung dennoch, - oder gerade deshalb.


Leider war die Zeit zu kurz, um ein längeres Gespräch hinsichtlich der Themen Wildformen / Mutationen, mit den dortigen Verantwortlichen zu führen. Es bleibt zu hoffen dass sich diese Gelegenheit aber noch ergibt, vielleicht im nächsten Jahr bei der ORNITHEA, denn ein Besuch meinerseits ist bereits jetzt eingeplant.

Roland Armbruster


Erstellt durch: HJ.Rüblinger

29.09.2011 20:11:35
Programm der ESTRILDA-Herbsttagung 2011

Motto der ESTRILDA – Herbsttagung 2011

"Freude am Schauen und Begreifen
ist die schönste Gabe der Natur"

Albert Einstein


Programm

Freitag, den 21.10.2011

im Hotel Lohauser Hof

18:00 Uhr Vorstandssitzung

19:00 Uhr gemeinsames Abendessen
(Krustenbraten mit Wirsinggemüse „untereinander“
Rheinische Art)

20:00 Uhr Vortag über die „Urdenbacher Kämpe“
von der Biologischen Station Haus Bürgel
Frau Elke Löpke (Leiterin der Station)

Anschließend gemütliches Beisammensein


Samstag, den 22. 10 2011

Im AQUAZOO – Löbbecke Museum
Kaiserswerther Str. 380, 40474 Düsseldorf
(Hunde sind hier verboten!)

9:15 Uhr Führung durch den AQUAZOO
mit Blick hinter die Kulissen

11:00 Uhr Juwelen des Regenwaldes
Ein Film über Costa Rica
von Jürgen Stahl / Dinslaken

12:30 – 14:00 Uhr Mittagspause

14:00 Uhr Halsbandsittiche im Rheinland
Ein Vortrag von
Tobias Krause / Düsseldorf

15:30 – 16:15 Uhr Kaffeepause

16:15 Uhr Krankheiten durch falsche Fütterung
Frau Dr. Karin Grassel (Tierärztin)
Düsseldorf

18:00 Uhr Prachtfinken-Forum
Riesen-, Glanz-, Klein-
u. Zwergelsterchen
Referent:
Prof. Dr. Sven Cichon
(Mitglied der ESTRILDA)

20:00 Uhr gemeinsames Abendessen
im Lohauser Hof
(Rheinischer Sauerbraten mit
Rotkohl u. Kartoffelklössen)



Sonntag, den 23.10. 2011

9:30 Uhr Abschlussbesprechung u. Feedback
im Lohauser Hof

10:00 Uhr Besichtigung der Voliere
von Alexander Droste
Niederrheinstr. 6a
40474 Düsseldorf

anschließend Heimreise


Vorbehaltlich etwaiger Programmänderungen

Gäste sind uns sehr willkommen!


Tagungsmangement: Heinz–W. Meier
40239 Düsseldorf
Tel.: 0211 / 63 56 155
Fax: 0211 / 63 56 478
E–Mail:
Bauabrechnung.meier@hotmail.de


Erstellt durch: Hans-Joachim Rüblinger

23.08.2011 10:55:43
Besuch bei den "Weichfresser-Züchtern"

Am 20.08.2011 war ich als „Vertreter“ der AG Wildformen beim Treffen der Weichfresser-Züchter nach Kraichtal bei Bruchsal eingeladen, welches alljährlich von Herrn Willi Preitschopf organisiert wird.

Bei diesem Treffen waren viele namhafte und erfolgreiche Züchter bzw. ehemalige Züchter aus der Sparte der Weichfresser anwesend, u.a. Herr Theo Kleefisch und die Präsidentin der GTO, Frau Corinna Bartsch.

Während des Treffens wurde neben den aktuellen Zuchtbemühungen und Erfolgen der Züchter auch das Anliegen und die Bestrebungen der AG Wildformen angesprochen. Fast alle Anwesenden stehen den Zielen der AGW positiv gegenüber. Obwohl die Mutationsproblematik in der „Weichfresser-Sparte“ noch nicht so gegenwärtig ist, sind auch hier offenbar schon die ersten Mutationen aufgetreten. Wie diese weitergezüchtet oder selektiert werden bleibt abzuwarten.
Einige der Züchter halten und züchten außer ihren Weichfressern auch andere Vogelarten und sind dadurch mit der Mutationsproblematik bei Prachtfinken, Sittichen und Cardeluiden vertraut.

Bei dem Treffen war es mir auch möglich die Zuchtanlage eines der Züchter zu besuchen. Hierbei wurde mir bewusst, dass die Haltung, Pflege und Zucht von Weichfressern, insbesondere auch von den weniger bekannten Arten, hohe Anforderungen an die Züchter stellen. Deshalb ist es wohl unablässig, solche teilweise nur noch wenig vorhandenen Vögel in erfahrene Züchterhände zu geben bzw. diese dort zu belassen.

Die AG Wildformen sowie die Weichfresser-Züchter werden weiterhin Kontakt zueinander halten, sich soweit möglich gegenseitig austauschen und falls erforderlich in Zukunft auch eine Zusammenarbeit anstreben.

Autor: Roland Armbruster


Erstellt durch: HJ.Rüblinger

04.07.2011 11:17:59
Neues Projekt begonnen: FICHTENZEISIG

Der Fichtenzeisig (Carduelis pinus) kommt in 3 Unterarten vor:

Carduelis pinus pinus
- vom Süden Alaskas bis in das südliche Kalifornien, Arizona bzw. New- Mexico und südwestliches Texas

Carduelis p. macroptera
- Baja California bis Zentral Mexico und westliches Veracruz

Carduelis p. perplexus
- Berge des nördl. Chiapas, Mexiko und Guatemala


Warum ein Projekt Fichtenzeisig?

Ist eine gute Frage: dieser Zeisig ist wegen seiner unscheinbaren Erscheinung sicher nicht der Hit bei den Zeisigliebhabern und deshalb wird er auch nicht so häufig gehalten. Dadurch gibt es eine besonders hohe Anfälligkeit für eine Vermischung der einzelnen Unterarten bei nicht-vorhandensein eines gleichartigen Partners.

Wie beim Magellanzeisig geschehen, wird es auch beim Fichtenzeisig früher oder später zu einer Vermischung der Unterarten kommen, so dass man keine Aussagen betreffend der ursprünglichen Unterart mehr treffen kann.

Dies soll durch das Projekt Fichtenzeisig innerhalb der AG Wildformen verhindert werden, zumindest ist dies ein Versuch wert. Beim Fichtenzeisig dürfte das, wegen nur 3 vorhandener Unterarten und da es noch gute unterartenreine Stämme in Deutschland gibt, durchaus realistisch sein.

Als Koordinator stellt sich freundlicherweise zur Verfügung:

Lothar Kotzan
Simpertstr. 3 E
86343 Königsbrunn
Tel. 08231-6851
e-mail e.kotzan@gmx.de


Jeder Halter und Züchter dieses Zeisigs, der noch unterartenreine Fichtenzeisige besitzt, ist aufgerufen an diesem Projekt mitzuarbeiten. Je mehr dies tun, umso höher ist die Chance eines Erfolges.
Wir werden ein nach Unterarten getrenntes Zuchtbuch führen, um dadurch eine gezielte Verpaarung, Förderung der Zucht und den Austausch von Nachzuchten der einzelnen Unterarten zu ermöglichen.

Es wäre schade, wenn diesem Zeisig das gleiche Schicksal widerfahren würde, wie dies beim Magellanzeisig schon geschehen ist. Und dieses Schicksal ist, ohne mit Wildfängen neu anzufangen, in keinster Weise wieder rückgängig zu machen.


Erstellt durch: Hans-Joachim Rüblinger

01.06.2011 12:10:06
An alle Züchter von wildfarbenen Gouldamadinen

An alle Gouldszüchter,

wir wollen innerhalb der AG Wildformen eine möglichst große Population reiner wildfarbiger Vögel aufbauen. Hierzu ist der Austausch von Vögeln zur Blutauffrischung nötig.
Um möglichst viele solcher Vögel in unseren Reihen zu erhalten, wird es eine interen Tauschliste geben, die den Züchtern per Rundmail zugehen wird.

Für die erste Tauschliste bitte alle Wunschanzeigen bis zum 11.06.2011 per E-mail an den Koordinator senden.


Koordinator Gouldamadinen
Roland Armbruster

Telefon +49-7225-609853
E-Mail: tropical-wings@web.de


Erstellt durch: Hans-Joachim Rüblinger

05.05.2011 11:15:15
Persönliche Eindrücke von der VZE-Artenschutztagung 2011 in Be

Ich bin von der Artenschutztagung der VZE 2011 aus Berlin zurückgekommen und möchte hier meine noch frischen Eindrücke von dieser Veranstaltung vermitteln. Die Tagung ging vom 29.April bis zum 1. Mai 2011 und begann am Freitagabend mit Herrn Karl Heinz Lambert, der in einem locker kommentierten Vortrag hervorragende Fotos verschiedenster afrikanischer Vögel vorstellte. Der Schwerpunkt lag dabei natürlich auf den Papageienvögeln, seinem Spezialgebiet.

Am Samstagmorgen wurde die Vortragsreihe vom Präsidenten der VZE Herrn Dr. Ernst Günther mit einem grundsätzlichen Einführungsvortrag und dem Thema „Arterhaltung als Aufgabe der Vogelzucht – warum wir das tun“ eröffnet.

Ich war sicherlich nicht der einzige im gut gefüllten Saal, der von seinen Ausführungen ergriffen und berührt war: mit wirklich brillianten Formulierungen zur Notwendigkeit des Artenschutzes in den Volieren hatte er alle Zuhörer in seinen Bann geschlagen. Dabei spannte er den weiten Bogen von den momentanen Gegebenheiten in den Zuchtverbänden

- Dominanz der Rassenzüchter,
- massenhafte Artenverfälschung durch Mutations- und Farbschlagzucht,
- züchterische Zerstörung der Arten,
- katastrophaler genetischer Zustand zahlreicher Arten

über eine neue Sinngebung in der Vogelzucht

- Etablierung des Arterhaltungsgedankens in den Vogelzuchtverbänden,
- verantwortungsvolle Obhut in der Vogelhaltung,
- sorgfältigster Umgang mit der Erhaltung der Wildform,

hin zu grundsätzlichen Ausführungen über den jetzigen Zustand der Natur auf unserem Globus und deren Perspektive für eine unmittelbare Zukunft

- rasantes Aussterben von Arten durch zunehmende Vernichtung der natürlichen Lebensräume,
- beschleunigter Klimawandel durch überwiegend menschliche Einflüsse,
- einschneidende Veränderungen binnen eines Menschenlebens.

Für mich war dies ein wegweisender Vortrag, der mich in meinen eigenen langjährigen Bemühungen zum Schutz und Erhalt von Vogelarten bestätigt hat. Gleichzeitig sind diese Ausführungen von Herrn Dr. Günther ein Indiz dafür, dass der Vorstand der VZE die Meinungsführerschaft bzgl. des Artenschutzes innnerhalb der Vogelzuchtverbände übernommen hat. „Die haben verstanden“ worauf es in der Vogelzucht in Zukunft ankommt, das beweist auch die Palette der bereits begonnenen Artenschutz-Programme der VZE.



Genau darüber informierte im nächsten Vortrag Herr Jörg Asmus, der die Zuchtbuchprogramme der VZE bereits über Jahre betreut und z.T. initiiert hat. Am Beispiel der Gattung Agapornis erläuterte er, warum und wie Vogelzüchter zur Arterhaltung beitragen können. Er berichtete über die z.T. enormen Schwierigkeiten für manche Arten noch artenreine Stämme zu finden und diese über gezielte Verpaarung und anschließende Zertifizierung zu stabilisieren.



Auch der Vortrag von Herrn Werner Lantermann traf bzgl. der Thematik ins Schwarze: „Prestige, Preise und Pokale – Gefahren für die Erhaltungszucht von Papageien durch Selektions-, Mutations- und Mischlingszucht“.

Er forderte

- Wildformen von Vögeln grundsätzlich nicht mehr in Schauen bewerten zu lassen,
- nachvollziehbare Arten- und Unterartenreinheit,
- nachweisliche Mutationsfreiheit, Deklaration von spalterbigen Vögeln,
- ausreichende Sozialisation von Jungvögeln durch Elternvögel,
- möglichst blutfremde Verpaarung zur Wahrung der genetischen Vielfalt.

Der „Lohn“ für die so agierenden Züchter sei kein Pokal oder eine Urkunde, sondern „das Bewusstsein, dass sie in der Lage waren, das Rad der Zuchtgeschichte ein wenig zurückzudrehen und zu den Wurzeln der Vogelzucht zurückkehren“.



Auch im Beitrag von Herrn Manfred Kästner stand das Thema „Arterhaltung“ im Vordergrund. Er empfindet dies „als wichtigste Aufgabe der Gegenwart“. Nachdem sich die Evolution von Arten über Jahrmillionen abspielte, vollzieht sich heute die Ausrottung von Arten innerhalb weniger Jahrzehnte! Deshalb forderte er die Züchter auf, viele der zigtausendfach vorhandenen Volieren für Erhaltungszuchten zur Verfügung zu stellen.
Am Beispiel der farbenprächtigen Fruchttauben erläuterte er die Notwendigkeit zur (Er)haltung von selten gewordenen Vogelarten. Das neu ins Leben gerufene Europäische Fruchttaubenprojekt soll dieser Vogelgruppe helfen, sich bei den Züchtern zu etablieren.



Ebenfalls interessant waren die ergänzenden Vorträge von Herrn Prof. Mike Perrin und Frau Rosemary Low.
Prof. Perrin aus Südafrika berichtete über die Vorkommen der Agaporniden in Afrika und stellte aktuelle Forschungsprogramme vor.
Rosemary Low ging ausführlich auf die momentane Situation bei den Amazonen und Rotschwanzsittichen ein.


Herr Dr. Matthias Reinschmidt erzählte in seiner bekannten unterhaltsamen Art Neues von ausgewählten Ara-Arten im Loro-Parque. Bei den Blaukehlaras und den Gebirgsaras konnte der Park über viele Jahre und mehrere Elterngenerationen hinweg ganze Hundertschaften an Nachzuchten erzielen. Bei den sehr seltenen Spix- und Lear-Aras gibt es auch bereits einige bis viele Nachkommen aus den Zuchtpaaren des Parks.
Dr. Reinschmidt rief alle Züchter dazu auf, sich doch in Zukunft auf weniger Arten zu konzentrieren, davon aber zur Bestandssicherung mehrere Brutpaare zu halten und somit „Spezialist für eine Art“ zu werden.


Einen sehr erfrischend vorgetragenen Bericht über „Kakapos, Keas und Kakas“ hörten wir von Frau Silke Beckedorf. Sie arbeitete vor einigen Jahren als Biologie-Praktikantin bei diversen Schutzprogrammen für diese Arten in Neuseeland mit und zeigte uns die Eigen- und Besonderheiten dieser Vögel und die Probleme bei deren Schutz.


Herr Lars Lepperhoff schloss den Vortragsreigen mit einem Streifzug durch die Kontinente: „Papageien und ihre Überlebensmöglichkeiten“.
Anhand vieler Beispiele erläuterte er sehr informativ die besondere Problematik verschiedener Papageienarten in deren unterschiedlichen Lebensräumen. Dabei verstand es Herr Lepperhoff gekonnt, die widrigen Umstände bei der Dia-Projektion auf unnachahmliche „Schweizer Art“ humorvoll zu kommentieren. Ein schöner Ausklang!

Am Sonntag-Vormittag nahmen viele der Teilnehmer an einer Führung durch den unmittelbar benachbarten Berliner Tierpark-Friedrichsfelde teil, die z.T. auch "hinter die Kulissen" führte. Ein riesiger, grosszügig gestalteter, parkähnlicher Zoo mit einem sehr schönen und vielfältigenTierbestand.


Zusammenfassend möchte ich sagen, dass ich diese Artenschutztagung der VZE als richtungsweisend für die Zukunft der Vogelzucht halte!
Die ca. 160 anwesenden fachkundigen Gäste aus aller Welt werden wichtige Multiplikatoren für diese Gedanken zum Artenschutz und deren Umsetzung sein.
Darüber hinaus war die gesamte Tagung perfekt organisiert, - bis hin zur Simultanübersetzung in zwei Sprachen.

Ich hoffe und nehme an, dass die Inhalte der Vorträge in Kürze auf den Webseiten der VZE (www.vze-tagung.de) und in Fachzeitschriften veröffentlicht werden und so einer größeren Leserschaft zugute kommen können.


Erstellt durch: Hans-Joachim Rüblinger

01.05.2011 23:16:53
Neues auf unserer Internet-Seite

Neue Untersuchungen an "alten" Ziegensittichen

Bisher schien es unter Züchten nicht eindeutig geklärt, ob rein wildfarbene Ziegensittiche gelbe Federn im Nackenuntergefieder aufweisen oder nicht. Es gibt zwei Lager mit unterschiedlichen Ansichten. Klärung brachte ein Besuch im Senckenberg-Museum in Frankfurt/Main. Dort konnten 7 Bälge aus dem 19.Jahrhundert bezüglich dieses Merkmals untersucht werden.

Ergebnis: alle 7 Wildfänge wiesen gelbe Federn im Nackenuntergefieder auf!
Das ist ein sehr vielversprechendes Resultat, da jetzt die Hoffnung wächst, doch noch rein wildfarben züchtende Ziegensittich-Stämme finden und erhalten zu können.

Näheres und entspr. Fotos finden Sie im Bereich PROJEKTE bei den INFOS zu den LAUFSITTICHEN.

Nachtrag:
Die Sektion Ornithologie des Forschungsinstituts Senckenberg in Frankfurt/Main ist sehr an Vogelbälgen aller Arten zu Untersuchungszwecken und Präparationen interessiert.
Kontaktaufnahme über Herrn Dr. Mayr (Gerald.Mayr@senckenberg.de).




Neue Forschungsergebnisse bei Gouldamadinen

In einigen populärwissenschaftlichen Zeitschriften sind Zusammenfassungen von interessanten Ergebnissen aus der Gouldamadinen-Forschung erschienen.

Einige dieser Artikel und auch die dazugehörige Diskussion finden Sie auf unserem SCHWARZEN BRETT.



Artenschutz-Tagung der VZE

An dieser Stelle möchten wir auf eine für alle Wildformen-Züchter sicherlich sehr interessante Veranstaltung hinweisen:

Die VZE führt vom 29. April bis 01. Mai 2011 in Berlin eine Tagung zum Thema Artenschutz durch.
Als Referenten werden dort unter anderem Rosemary Low, Prof. Mike Perrin, Dr. Matthias Reinschmidt, Lars Lepperhoff, Karl-Heinz Lambert usw. zu Wort kommen. Nähere Informationen erhalten Sie auf der Internetseite www.vze-tagung.de . Falls Sie die Absicht haben an dieser Tagung teilzunehmen und dann auch noch die angekündigte Tierparkführung am 01. Mai 2011 wünschen, dann ist schnelles anmelden geboten, denn die 100 Plätze für die Tierparkführung sind fast vergeben.


3.Treffen der AG Wildformen

Das letzte Treffen der AG Wildformen fand am Sonntag, den 14. Nov. 2010 im Großraum Köln/Bonn statt.
Es waren insgesamt 12 Personen erschienen, die in einer lebhaften und konstruktiven Atmosphäre die Problematik mit den Wildformen in der Vogelzucht diskutierten. Hier eine knappe Zusammenfassung der Themen:

1. Stand der Entwicklungen in der AGW seit Gründung

Der Sprecher der AGW fasste zu Beginn kurz die Entwicklung der noch jungen Arbeitsgemeinschaft zusammen. Obwohl die AGW erst wenige Monate alt ist, haben sich schon über 50 Züchter registriert und zur Mitarbeit bereiterklärt. Ca. die Hälfte davon nimmt an den bereits eingerichteten Projekten und Zuchtbuchprogrammen teil.
Es wurde auch über die Kontakte zu den beiden großen Verbänden diskutiert, über die bereits in diversen Fachzeitschriften erschienenen Veröffentlichung unserer Arbeitsgemeinschaft, und ebenso über die Kriterien zur Auswahl von betroffenen Vogelarten.

2. Vorstellung der bereits begonnenen Projekte und Programme

Die drei Koordinatoren für die Zuchtbüchter berichteten über den aktuellen Stand bei den einzelnen Arten:
Bei den Gouldamadinen haben sich bisher sechs Züchter mit über 90 Vögeln gemeldet, wobei wegen der noch nicht vollständigen Umfärbung einzelner Tiere noch einige Nachmeldungen zu erwarten sind. Bei den Silberschnäbelchen sieht es nicht so gut aus: es wurden zwar über 40 Vögel für das Zuchtbuch registriert, aber deren Mutationsfreiheit muss noch durch Testverpaarungen "bewiesen" werden. Bei den Gelbsteißsittichen haben sich insgesamt 9 Halter/Züchter gemeldet, wobei deren Tiere wahrscheinlich aus weniger als 5 verschiedenen Blutlinien stammen, also keine besonders breite Zuchtbasis für den Arterhalt.

Auch in den Projekten Neophemen, Agaporniden, Plattschweifsittiche, Langflügelpapageien, Blausteißsittiche, Harlekinwachtel sind eine ganze Reihe von Züchtern engagiert.

3. Planung weiterer Vorhaben und Ausrichtung der AGW in der Zukunft

In nächster Zeit sollen weitere Zuchtbuchprogramme für folgende Arten begonnen werden: Chin. Zwergwachtel, Gemalte Amadine, Feinsittich, Glanzsittich, Kaktussittich, Ziegensittich.
Evtl. (und hoffentlich) wird es auch zu einer engeren Zusammenarbeit mit Brotogeris-Züchtern kommen. Auch die Kontakte zur nahestehenden Interessensgemeinschaft ESTRILDA sollen im nächsten Jahr intensiviert werden.
Die Präsenz unseres Themas "Erhalt der Wildformen" soll in Fachzeitschriften, bei Ausstellungen und Internet-Foren durch verstärkte Aktivitäten gewährleistet werden.

Unser Anliegen, sich um die Wildformen in unseren Volieren zu kümmern, entwickelt sich zwar langsam, - aber wir haben den Eindruck, als AG-Wildformen in der Zwischenzeit in der Züchterschaft durchaus bekannt zu sein und hoffen, dass nach und nach noch mehr Gleichgesinnte zu uns stoßen.
Wir versprechen eine unkomplizierte Zusammenarbeit mit einer einzigen Zielsetzung: die Arterhaltung in unseren Volieren!


Zuchtbuch für Silberschnäbelchen begonnen

Angesichts der Tatsache, dass diese Vogelart in der Zeit vor dem Importverbot in großer Anzahl importiert und billig verkauft wurde, haben nur wenige Züchter sich dieser Art in ihrer Wildform angenommen. Die Mutationen dagegen wurden jedoch in größerer Breite gezüchtet. Daraus resultiert das Problem, dass es sehr schwer geworden ist wildfarbige Silberschnäbelchen zu bekommen, die nicht wegen (gleichzeitiger) Mutationszucht in einem Bestand als potentiell spalterbig angesehen werden müssen. Die wenigen Züchter, die diese Vögel züchten, sind weit verteilt und häufig nicht organisiert, so dass es hier einer großen Anstrengung bedarf, um den Bestand in Menschenobhut zu erhalten. Interessenten für dieses Programm melden sich bitte bei der Koordinatorin Angelika Steinert Tel. +49-228-8504877, voegel@bd-soft.de).


Zuchtprogramm für Gelbsteiss-Sittiche eröffnet

Der reinerbige Gelbsteiss-Sittich ist in unseren Volieren zwar nicht durch Mutationen gefährdet, wie viele andere Arten, aber es gibt offensichtlich sehr wenig unterschiedliche Blutlinien für diese Vogelart. Um eine Übersicht über die noch vorhandenen Bestände zu bekommen, haben wir ein weiteres Zuchtbuchprogramm gestartet.

Näheres und den aktuellen Stand erfahren Sie im Menue-Bereich Projekte --> Gelbsteiss-Sittich --> Infos.

Wir würden uns freuen, wenn wir auch bei diesem Vorhaben möglichst viele Züchter zum Mitmachen bewegen können.

Koordinator für dieses Programm ist Hans-Joachim Rüblinger
(Email: hj.rueblinger@t-online.de, Tel. +49-6003-6274, Mobil +49-171-79 30 115)


Zuchtprogramm für wildfarbene Gouldamadinen eröffnet

Innerhalb der AG Wildformen haben wir seit kurzem damit begonnen, das bisherige Gouldamadinen-Projekt auszubauen und daraus ein Zuchtprogramm zu starten. Mit diesem Programm soll die Möglichkeit geschaffen werden, über viele Jahre hinweg gezielte blutsfremde Verpaarungen rein wildfarbener Gouldamadinen planen zu können, um dadurch eine möglichst große mutationsfreie Population zu erhalten, bzw. die noch vorhandene zu vergrößern.

Hierzu werden die Gouldamadinen-Bestände der teilnehmenden Züchter in einem Zuchtbuch mit Hilfe eines bewährten Zuchtverwaltungsprogramms (ZooEasy) erfasst, um damit einen genauen Überblick über die Herkunft, Abstammung und Vererbung der teilnehmenden Vögel zu bekommen und sie möglichst verwandschaftsfern verpaaren zu können.

Die gemeldeten Vögel bleiben natürlich uneingeschränktes Eigentum der jeweiligen Züchter, sollten aber vorrangig anderen Züchtern mit reinerbigen Gouldamadinen, die auch am Projekt teilnehmen, angeboten werden.

Aus diesem Grund bitten wir alle interessierten Züchter sich bei der AG Wildformen anzumelden, sich zu registrieren, die eigenen Zuchtvögel an den Koordinator zu melden, und somit an dem Programm teilzunehmen.

Koordinator für dieses erste Zuchtprogramm der AG-Wildformen ist Roland Armbruster
(Email: tropical-wings@web.de – Tel. +49-7225-609853 oder +49-173-3162 383).


"Schwarzes Brett"

Wir haben ein für alle zugängliches sog. "Schwarzes Brett" eingerichtet, auf dem allgemeine Beiträge und Diskussionen zur Problematik bei den Wildformen eingebracht werden können.Wir wünschen uns eine rege Beteiligung!

Dieses "Schwarze Brett" ist vorrangig für allgemeine Themen vorgesehen. Spezielle Beiträge zu einzelnen Vogelarten, bzw. Vogelgruppen können im entsprechenden Projekt-Bereich unter "Infos" eingestellt werden.

Um zu verhindern, dass die Diskussionen ausufern und unsachlich werden, muss jeder Beitrag mit vollen Namen und bestätigter EMail-Adresse versehen werden.


Tauschbörse

Seit einiger Zeit ist eine Tauschbörse installiert worden. Hier sollen natürlich nur reinerbige Vögel angeboten werden!
Der Bereich Suche ist für alle nutzbar, die Bereiche Biete und Tausche nur für registrierte Züchter. Die eingestellten Angebote bleiben einen Monat stehen und werden danach automatisch gelöscht. Mit Hilfe einer Benachrichtigungs-Mail können sie bei Bedarf auch vorher gelöscht werden.


Projekte

Unter dem Menuepunkt Projekte sind alle bereits eröffneten Projekte für jedermann einzusehen.

Züchter von reinerbigen Vogelarten können sich unter Anmeldung registrieren. Nach der Registrierung kann man dann an den einzelnen Zuchtprojekten teilnehmen und die Kontaktdaten zu anderen Züchtern einsehen. Die ersten Projekte befassen sich mit folgenden Arten:
Gouldamadine
Binsenamadine
Grasfinken
Silberschnäbelchen
Agaporniden
Neophemen
Laufsittiche
Plattschweifsittiche
Gelbsteiss-Sittich
Diamanttäubchen
.
Weitere Arten, bzw. Vogelgruppen werden folgen, wobei diese auch von interessierten Züchtern vorgeschlagen werden können.


Artenlisten

Die aufgeführten Artenlisten Mutationen und Kreuzungen stellen zunächst eine erste Einstufung seitens der AG-Wildformen dar. Falls es dazu Einwände gibt und Sie Änderungen vorschlagen, bitten wir Sie um eine Mitteilung, denn wir sind sehr an Ihrer Mitarbeit interessiert.
Bei den Artenlisten werden Arten, die noch nicht von Mutationen betroffen sind, der Übersichtlichkeit halber nicht mehr aufgeführt. Falls Mutationen bekannt werden, müssen diese Arten neu eingestuft werden.


Erstellt durch: Hans-Joachim Rüblinger